# Energie\! – Captain Kirk

Quelle: https://alphanovum.de/blog/energie-captain-kirk

Veröffentlicht: 2026-06-24T09:28:14.725+00:00

Aktualisiert: 2026-06-25T14:16:15.123+00:00

Autor: Dr. Markus Krall

Energie ist die Grundlage von Wohlstand und wirtschaftlichem Fortschritt. Warum Deutschland mit seiner Energiepolitik den Industriestandort und die nächste technologische Revolution aufs Spiel setzt.

![Energie\! – Captain Kirk](<https://evlfaitpgloxyiombszo.supabase.co/storage/v1/object/public/blog/2026/06/24/a0fb5b07-6948-42f7-9ed4-0c746957525a/ChatGPT%20Image%2024.%20Juni%202026,%2012_54_54.png>)

Wer kennt nicht die ikonische Szene aus Star Treck (dem Original, nicht den späteren Aufgüssen)? Der irgendwie erfolgreichste Raumschiffkommandant, den die Galaxis je gehabt haben wird schaut „auf den Schirm“, visiert sein 300 Lichtjahre entferntes Ziel an und gibt die Anweisung: „Energie\!“ Dann klingt der Antimaterie-Reaktor wie ein alter Porsche-Turbo und die Sternchen werden zu streifen, bevor unser Traumschiff die Lichtmauer durchbricht.

Episch, oder?

Es ist mir ja bis heute vollkommen unverständlich, wie aus der Macho Serie „Raumschiff Enterprise“ mit dem einerseits sich für unwiderstehlich haltenden, aber wegen der 60er Jahre Moral stets als Neutrum gebärdenden Captain aller Captains ein derart linksgrün-wokes Unterfangen werden konnte.

Wie konnte es passieren, dass man dieses ideologische Desaster, diesen Weltraumschrott auf Beamstrahl bei den neuen Abenteuern der meist weiblichen, verweiblichten oder getransten Kapitäne der Sternenflotte beobachten musste wo doch zum Beispiel ihr ganzer Warpantrieb mit einem Antimaterie-Atomreaktor betrieben wird? Horribile dictu\! Atomkraft im Weltall\!

Und, meine lieben Leser, da steckt in dem einfachen Wort „Energie\!“ mehr Weisheit und Wissen drin, als die neue Grüne Schulweisheit sich träumen lässt, denn große Dinge lassen sich nun mal nur mit Energie bewegen, und zwar mit hoch gespannter, jederzeit auf Kommando (Sic\!) verfügbarer billiger Energie in großer Menge.

Ich möchte ihnen heute anhand einiger historischer Daten zeigen, dass bisher jede industrielle Revolution eine Energierevolution gewesen ist, bei der Energie billiger, dichter, leichter verfügbar und effizienter gewonnen und eingesetzt wurde als bei dem vorhergehenden Status Quo. Es gibt keinen Wohlstand, kein Wachstum, keine Sicherheit unserer Ernährung und keinen Erhalt unserer auf Energie aufgebauten Zivilisation, wenn man diese Erfahrung negiert.

Ich werde ihnen auch zeigen, dass der Wahn unserer Energiepolitik nicht einfach nur ein kleiner Irrweg ist nach der Devise „das kann so schlimm nicht werden, das bekommen wir schon hin („wir schaffen das\!“), sondern dass es sich um nichts Geringeres handelt als einen Rückschritt ins Mittelalter, und zwar mathematisch und buchstäblich\!

Wir werden dann darüber sprechen, wie Deutschland, ja ganz Europa die neue industrielle Revolution verpasst, weil es sich den modernen Maschinenstürmern unterworfen hat, die das Land und den Kontinent in ein Disneyland technikbefreiter Romantik umwandeln wollen. KI, Digitalisierung, Robotik, Raumfahrt: Die Zukunft findet ohne uns statt.

Wir zerstören also gerade nicht nur unsere industrielle Basis, sondern wir haben uns entschieden, beim neuen Wettlauf um die Technologien der Zukunft erst gar nicht anzutreten.

Beginnen wir aber mit den industriellen Revolutionen, die alle Energierevolutionen waren. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war die Welt von Energiearmut geprägt. Brennholz, Olivenöl für Lampen und in geringem Umfang Wasserkraft und Windmühlen für das Getreidemahlen dominierten. Augenfällig war das ineffiziente Verhältnis von investierter zu gewonnener Energie. Wenn man für das Sammeln von Brennholz eine Energieeinheit aufwendete, bekam man drei Einheiten zurück. Die energetische Rendite betrug 200%. Das erscheint erst mal viel, ist aber sowohl im Vergleich mit späteren Energieformen als auch im Kontext der Tatsache, dass der präindustrielle Mensch den größten Teil seiner Zeit damit beschäftigt war, andere für sein Überleben notwendige Tätigkeiten auszuführen beklagenswert wenig.

Das Resultat dieser geringen Energieeffizienz war, dass die produzierende Klasse (das waren in erster Linie Bauern und Handwerker) nur einen sehr kleinen Teil ihrer Wertschöpfung als Überschuss verbuchen konnten, nämlich etwa 10%.

Dieser „Zehnte“ war das, was sich der Adel und die Kirche im Wege von Steuern beim kleinen Mann abholten. Damit konnte auf der Ebene der breiten Bevölkerung keine Ersparnis gebildet werden, somit auch keine Kapitalbildung. Diese fand nur bei der herrschenden Feudalklasse statt und wurde dort für prächtige Bauten, Krieg und andauernde Festlichkeiten zu Ehren der Herrschenden verkonsumiert. Das Resultat war, dass sich der Lebensstandard des 18. Jahrhunderts nur marginal von dem der Antike vor 2.000 Jahren unterschied.

Dann passierte etwas Phänomenales. Die Aufklärung des 18. Jahrhunderts produzierte nicht nur eine Blüte der Wissenschaft, sondern auch eine der wirtschaftlichen Expansion und der Erfindungen, weil liberale Reformen dazu führten, dass das Erfinden von Dingen etwas wurde, was sich lohnte. Es geht doch nichts über ein anständiges System von guten Anreizen. Die Dampfmaschine wurde erfunden und die in Europa im Boden reichlich vorhandene Kohle wurde mit ihrer Hilfe in großem Maßstab abbaubar, weil Transport, Wasserpumpen und viele andere Anwendungen plötzlich in großem Maßstab darstellbar waren. Die Kohle ernährte die Dampfmaschine und die Dampfmaschine ernährte die Kohle. Die Kohle löste das Sammeln von Holz als Primärenergiequelle ab.

Und noch etwas passierte: Die Energierendite einer investierten Energieeinheit erhöhte sich dramatisch, von 3 auf 10, später mit den technischen Optimierungen der Dampfmaschine auf 20. Dieser Überschuss setzte in Verbindung mit dem Kapitalismus als wirtschaftlichem System die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts in Gang an dessen Ende zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Menschen in Europa trotz des gewaltigen Wachstums der Bevölkerung ein um ein vielfaches höheres Einkommen verfügten als zu Beginn dieses Prozesses.

Nach diesem Muster sind alle großen industriellen Revolutionen abgelaufen.

Auf Kohle folgten Öl und Elektrizität, auf Öl folgte Atomkraft. Mit jeder industriellen Revolution folgte eine größere jährliche Steigerung des pro-Kopf Einkommens der Menschen.

Meine Hypothese: Die jetzt begonnene 5. Revolution wird alles in den Schatten stellen, was wir an Produktivitätssteigerung und damit Wirtschaftswachstum je gesehen haben. Fabriken, die vor 20 Jahren noch mit 1.000 Arbeitern betrieben werden mussten, können jetzt schon mit 50 betrieben werden. Die KI wird das auf null absenken. Wir werden auf allen wissenschaftlichen Gebieten, bei Forschung und Entwicklung und damit bei der Produktivität wahre Quantensprünge sehen.

![Tab.: Industrielle Revolutionen, Nr. 5 sind meine Prognosedaten für die KI-Revolution](<https://evlfaitpgloxyiombszo.supabase.co/storage/v1/object/public/blog/2026/06/24/a0fb5b07-6948-42f7-9ed4-0c746957525a/1.png>)

Tab.: Industrielle Revolutionen, Nr. 5 sind meine Prognosedaten für die KI-Revolution

Aber diese Bonanza wird nicht überall auf dem Planeten in gleichem Maße für Wohlstand sorgen. Es wird – wie immer – Gewinner und Verlierer geben. In welchem Ausmaß sich Deutschland und mit ihm die EU dank des Klimawahns und der verfehlten Energiepolitik ins Abseits gestellt und für die Armut auf einem reicher werdenden Planeten entschieden haben werde ich Ihnen jetzt anhand einiger Daten zum Thema Energieeffizienz, Korrelation der Energieverfügbarkeit mit dem pro-Kopf-Einkommen im intertemporalen und internationalen Vergleich und der Kapitalvernichtung durch Windkraft und Sonne verdeutlichen.

Fangen wir an mit dem internationalen Vergleich von Energieverfügbarkeit und Einkommen.

![Abb.: Energieverbrauch pro Kopf und Einkommen pro Kopf im internationalen Vergleich (Jeder Punkt stellt ein Land dar)](<https://evlfaitpgloxyiombszo.supabase.co/storage/v1/object/public/blog/2026/06/24/a0fb5b07-6948-42f7-9ed4-0c746957525a/2.png>)

Abb.: Energieverbrauch pro Kopf und Einkommen pro Kopf im internationalen Vergleich (Jeder Punkt stellt ein Land dar)

Ich frage Sie, liebe Leser: Finden Sie auf dieser Abbildung ein Land, das reich und zugleich energetisch auf unter 60 KWh pro Kopf und Jahr gedrosselt ist? Nein? Ganz genau\!

Betrachten wir es intertemporal für die wichtigsten Industrieländer.

![Energieverbrauch pro Kopf und Einkommen pro Kopf seit 1800](<https://evlfaitpgloxyiombszo.supabase.co/storage/v1/object/public/blog/2026/06/24/a0fb5b07-6948-42f7-9ed4-0c746957525a/3.png>)

Abb.: Energieverbrauch pro Kopf und Einkommen pro Kopf seit 1800

Sie sehen hier das gleiche Bild. Die Ursache ist ganz einfach: Die Produktion braucht Energie. Die Räder müssen sich drehen\! Ohne Energie passiert das nicht.

Mit jeder großen Energie-Revolution stieg auch die Energierendite. Vom Faktor 3 bei Brennholz auf den Faktor 10 bis 20 bei Kohle, 40 bis 50 beim Öl und 100 bei Atomkraft.

Und jetzt, meine Damen und Herren raten Sie mal, was das Verhältnis von Energie-Input zu Output bei unseren genialen Energiequellen Sonne und Wind in unseren Breiten sind? Ganz genau, es ist 3. Wir sind wieder beim Niveau des Holzsammelns im 18. Jahrhundert angekommen. Wenn wir zu Beginn unserer Klimawende schon auf Wind und Sonne gesetzt hätten, dann wäre der teure und energieintensive Bau dieser Anlagen gar nicht möglich gewesen. Unsere Verarmung wird also dazu führen, dass nach dem Ende der Lebensdauer der Windrädchen keine neuen mehr entstehen werden.

Das nennt sich nachhaltig, ist aber das gerade Gegenteil davon.

Wenn wir diese Zusammenhänge kennen, dann können wir eine gerade Linie von der Energiepolitik Deutschlands zu seiner anämischen, schrumpfenden Volkswirtschaft zeichnen und wir können auch voraussagen, wo die Sache endet, wenn es nicht zu einer dramatischen Kurskorrektur kommt.

Deutschland ist aus allem ausgestiegen, was effizient, hoch gespannt, notwendig und billig ist. Aus der Atomkraft, aus der Braunkohle, aus der Steinkohle, aus russischem Gas und Öl. Obwohl Deutschland über heimische Energievorkommen auf eigenem Boden verfügt, die unsere Versorgung mit billiger Energie für mindestens 100 Jahre oder länger sichern könnten, fassen wir nichts davon an. Die Schwarz-Grüne Regierung von NRW will nun sogar den Braunkohle-Tagebau mit Wasser fluten, damit künftige Regierungen keinen Kurswechsel ihrer selbstmörderischen Politik mehr vornehmen können. Der Notausgang wird in einem brennenden Kino absichtlich verbarrikadiert. Fracking ist in Deutschland verboten, das in der Ostsee entdeckte Öl- und Gasfeld wird im Wesentlichen an Polen verschenkt, die Atomkraftwerke sind entweder an den Kühltürmen in die Luft gesprengt oder ihre Kühlsysteme auf Anweisung von Herrn Habeck mit Säure gespült worden, damit eine spätere Wieder-Inbetriebnahme unmöglich gemacht wird. Man kann mit Fug und Recht von einem Nero-Befehl sprechen, Rom abzubrennen.

Das Resultat: Seit 2016 haben sich die Energiekosten in Deutschland grob verdreifacht.

![ Kostensteigerung der wichtigsten Energieträger seit 2016](<https://evlfaitpgloxyiombszo.supabase.co/storage/v1/object/public/blog/2026/06/24/a0fb5b07-6948-42f7-9ed4-0c746957525a/4.png>)

Abb.: Kostensteigerung der wichtigsten Energieträger seit 2016. 

Die Kostenbasis der energieintensiven Industrie war bereits damals bei einem Energieanteil von 25%, so dass die Gesamtkosten um 50% gestiegen sind.

![Energiekosten der Industrie nach Branchen](<https://evlfaitpgloxyiombszo.supabase.co/storage/v1/object/public/blog/2026/06/24/a0fb5b07-6948-42f7-9ed4-0c746957525a/5.png>)

Abb.: Energiekosten der Industrie nach Branchen

Keine ehemals noch so wettbewerbsfähige Industrie kann das aushalten. Das Resultat: die Industrie wandert ab oder geht pleite. Die industrielle Produktion Deutschlands fällt wie ein Stein.

![Deindustrialisierung Deutschlands – Industrieproduktion ](<https://evlfaitpgloxyiombszo.supabase.co/storage/v1/object/public/blog/2026/06/24/a0fb5b07-6948-42f7-9ed4-0c746957525a/6.png>)

Abb.: Deindustrialisierung Deutschlands – Industrieproduktion 

Sie sehen: Der Zusammenhang zwischen Energiekosten, Energieverfügbarkeit und Produktion als Basis des Wohlstands ist nicht nur im langfristigen Vergleich von Bedeutung. Falsche Energiepolitik übersetzt sich unmittelbar in Wohlstandsverluste massivster Art.

Doch hat das Desaster der sogenannten „Erneuerbaren“ gerade erst begonnen. Der Wackelstrom, den sie produzieren ist ein Wohlstands-Umverteiler mit Turbolader innerhalb Europas zuungunsten Deutschlands. Der Mechanismus läuft über zwei Kanäle: Erstens über den CO-2 Zertifikatehandel und zweitens durch die Preisschwankungen am europäischen Strommarkt, die direkt vom Wackelstrom ausgelöst werden.

Schauen wir uns zuerst den CO-2 Zertifikatehandel an. Die mit der Gewalt der Politik durchgesetzte Umstellung auf Sonne und Wind senkt die CO-2 Produktion, was dazu führt, dass die Nachfrage nach Zertifikaten, die auf Deutschland zugeteilt wurden, fällt. Diese werden dann billig an das europäische Ausland verkauft. Dort führt die Verfügbarkeit der Zertifikate zu einer Verbilligung und damit Erhöhung der CO-2 Produktion auf Grundlage sog. „brauner“ Energie, also Kohle, Öl, Gas, Braunkohle. Die Wirkung der deutschen Politik auf das Klima ist also selbst dann Null, wenn man irrigerweise unterstellt, dass an der schwachsinnigen Theorie vom menschengemachten Klimawandel etwas dran sei. Die Einsparungen des EU-Auslands bei den Zertifikaten stellen hingegen einen direkten Wohlstandstransfer aus Deutschland an die anderen EU-Länder dar.

Das eigentliche Desaster findet aber beim Stromhandel statt. Hier gibt es nur zwei Situationen, die wir betrachten müssen: Scheint die Sonne und weht der Wind, dann produzieren Deutschlands Windrädchen und Solarzellen Strom im Überfluss. Überfluss ist aber leider nicht immer gut, denn Strom muss dann zur Verfügung stehen, wenn er auch verbraucht, also nachgefragt wird. Die durch Subventionen aufgeblähten riesigen Kapazitäten produzieren jedoch punktuell soviel Strom, dass er in Deutschland nicht verbraucht werden kann, also exportiert werden muss, damit bei uns die Netze nicht durchbrennen. Es ist dann oft nicht so, dass wir den Strom zu niedrigen Preisen abgeben müssen, nein: wir müssen sogar noch was draufzahlen, damit uns die anderen den Strom abnehmen und ihre konventionellen Kraftwerke dafür herunterfahren. Der Preis wird negativ.

Weht der Wind aber nicht und scheint keine Sonne, wie das zum Beispiel im Winter bei „Dunkelflaute“ regelmäßig der Fall ist, so übersteigt unsere Stromnachfrage die Produktion bei weitem und wir müssen das Defizit teuer einkaufen. Wer hat sich diesen Schwachsinn einfallen lassen? Strom zu verschenken und noch was draufzahlen, wenn man ihn hat und extrem teuer zurückzukaufen, wenn man gerade keinen produzieren kann, weil unsere klapprigen Windmühlen stillstehen?

Man kann grob abschätzen, wie groß die dadurch aufgetürmten Verluste für Deutschland sind, wenn man einfach nur Stromimporte und -exporte mit ihren jeweiligen Preisen multipliziert und das dann aufaddiert.

Hier sehen wir zunächst, wie Deutschland vom Stromexportland zum Stromimportland wurde. Unsere ach so tolle Energiewende wäre ohne das Backup des französischen Atomstroms und des polnischen Steinkohlestroms gar nicht durchführbar gewesen.

![Stromexporte / Importe in MWh](<https://evlfaitpgloxyiombszo.supabase.co/storage/v1/object/public/blog/2026/06/24/a0fb5b07-6948-42f7-9ed4-0c746957525a/7.png>)

Abb.: Stromexporte / Importe in MWh

Beim Pricing der Importe und Exporte sehen wir, dass bereits 2020 der Kipppunkt erreicht war, ab dem sich Verluste auftürmten, wo vorher Gewinne erwirtschaftet wurden.

Sichtbar wurde das Handelsbilanzdefizit beim Strom aber erst 2023.

![Gewinne / Verluste aus dem Pricing im grenzüberschreitenden Stromhandel](<https://evlfaitpgloxyiombszo.supabase.co/storage/v1/object/public/blog/2026/06/24/a0fb5b07-6948-42f7-9ed4-0c746957525a/8.png>)

Abb.: Gewinne / Verluste aus dem Pricing im grenzüberschreitenden Stromhandel

In Summe hat Deutschland aus dieser Struktur seit 2020 Verluste von ca. 11 Mrd. Euro erlitten.

Mit dem Krieg zwischen den USA und Iran am Golf hat unsere Verwundbarkeit nun eine neue Stufe erklommen. Im Zuge der Energiewende und des vom Westen provozierten Ukraine-Krieges hat sich Deutschland, ja Europa in eine zusätzliche Abhängigkeit von Energielieferungen aus dem Persischen Golf begeben. Wir alle erinnern uns an den Bückling des damaligen Wirtschaftsministers Habeck vor dem Emir von Katar, als er dort um LNG-Lieferungen betteln musste, weil man es vom bösen Russen ja nicht mehr haben wollte.

![Habeck in Katar 2022](<https://evlfaitpgloxyiombszo.supabase.co/storage/v1/object/public/blog/2026/06/24/a0fb5b07-6948-42f7-9ed4-0c746957525a/9.png>)

Abb.: Habeck in Katar 2022

Über das nun resultierende Desaster der Füllstände unserer Gasspeicher, von denen das Überleben des Landes als Industrienation abhängt, haben wir bereits früher berichtet. Es lohnt sich aber in diesem Zusammenhang diese Grafik noch einmal einzufügen.

![Gasspeicher-Füllstände seit 2020 im Jahresverlauf](<https://evlfaitpgloxyiombszo.supabase.co/storage/v1/object/public/blog/2026/06/24/a0fb5b07-6948-42f7-9ed4-0c746957525a/10.png>)

Abb.: Gasspeicher-Füllstände seit 2020 im Jahresverlauf

Außer im Jahr 2021, einem Zeitpunkt, zu dem wir noch zuverlässig und vertragstreu von Russland mit Öl und Gas zu günstigen Preisen beliefert worden sind und die Füllstände daher nicht diese Bedeutung hatten, sah es noch nie schlechter aus als jetzt. Das wird im Winter ein Desaster heraufbeschwören, denn dann muss die Regierung entscheiden, ob bei der Rationierung auf das Heizen der Wohngebäude verzichtet wird (was zum Einfrieren von Leitungen und schweren Gebäudeschäden führen kann) oder auf die Produktion der Industrie (was beim Herunterfahren vieler Anlagen ebenfalls zum Totalschaden führt).

So weit so schlecht.

Aber da man in Berlin an Wunder glaubt, hofft man ja, dass KI uns irgendwie als Industrienation retten wird. Dafür müsste man zunächst halt auch mal investieren, was aber am Investitionsstandort EU aus naheliegenden Gründen (Steuern, Bürokratie, Infrastrukturkatastrophe, Bildungsdesaster, Kriegsgefahr) nicht passiert, wie die Zahlen zeigen. Bereits 2025 war Europa komplett von diesem Zug abgehängt:

![KI Investitionen nach Land 2025 (Standford Studie)](<https://evlfaitpgloxyiombszo.supabase.co/storage/v1/object/public/blog/2026/06/24/a0fb5b07-6948-42f7-9ed4-0c746957525a/11.png>)

Abb.: KI Investitionen nach Land 2025 (Standford Studie)

2026 wird auch nicht viel besser, wie die Schätzungen der Standford Uni zeigen.

![Abb.: KI-Investitionen weltweit 2026(e) nach privaten und staatlichen Ausgaben](<https://evlfaitpgloxyiombszo.supabase.co/storage/v1/object/public/blog/2026/06/24/a0fb5b07-6948-42f7-9ed4-0c746957525a/12.png>)

Abb.: KI-Investitionen weltweit 2026(e) nach privaten und staatlichen Ausgaben

Wenden wir uns nun der Frage zu, warum die KI so energieintensiv ist. Es liegt am Stromverbrauch und an der Anzahl der dabei eingesetzten Mikrochips. Wir reden hier nicht von ein paar Mikrochips, wir reden von Milliarden Chips. Und keine Kartoffelchips, Herr Kandesbunzler\!

Meine mit Hilfe einer KI durchgeführte Schätzung geht von einem Stromverbrauch für KI im Jahr 2026 zwischen 50 und 300 TWh (Terrawattstunden) aus. Der Unterschied beruht auf verschiedenen Auslastungs- und Ausbauszenarien.

![Stromverbrauch für KI 2026 (Szenarien)](<https://evlfaitpgloxyiombszo.supabase.co/storage/v1/object/public/blog/2026/06/24/a0fb5b07-6948-42f7-9ed4-0c746957525a/13.png>)

Abb.: Stromverbrauch für KI 2026 (Szenarien)

Ein großes Atomkraftwerk produziert etwa 10 TWh pro Jahr. Es werden also bereits in diesem Jahr im erwarteten Basisszenario ein Dutzend große Kernkraftwerke nur für die KI benötigt und wir stehen damit ganz am Anfang\! Wächst der Bedarf im optimistischen Szenario, so benötigt man eher 30 große Atomkraftwerke.

Womit man diese Rechengiganten definitiv nicht wird betreiben können ist der Flatterstrom aus Windrädchen und Solarplättchen.

Und das heißt: Deutschland hat sich aus dem großen KISpiel verabschiedet, noch bevor es überhaupt richtig begonnen hat.

Wir deindustrialisieren also nicht nur unsere „alten“ Industrien, deren normaler Lebenszyklus keinesfalls zu Ende ist, denn sonst würden nicht gigantische Kapazitäten dieser „alten“ Industrien in China und den USA aufgebaut, sondern wir deindustrialisieren die Zukunft gleich mit. Dass man in China und den USA aufbaut, hat gute Gründe: Auch diese Industrien werden mit KI gewaltige Produktivitätssprünge erzielen und neue Produktions- und Effizienzniveaus erreichen.

Was heißt das für unsere Investitionsratschläge?

Bleiben sie klug diversifiziert\! Investieren Sie weiterhin je 1/3 Ihres Vermögens in Edelmetalle, Aktien und Immobilien, aber nicht in Deutschland. Lagern Sie ihr Gold im Ausland (Schweiz), investieren Sie in Immobilien außerhalb Deutschlands und investieren Sie in die Big-Tech, KI und Weltraumaktien aus den USA und Chinas und, wenn interessante Opportunitäten kommen sollten auch in Indien.

Da spielt jetzt die Musik. In Berlin spielt auch Musik, aber es ist das Requiem auf den Industriestandort Deutschland.

Doch: Lassen Sie den Kopf nicht hängen\! Auch China hat sich aus dem sozialistischen Desaster der Mao-Ära befreit. Das werden auch wir hinbekommen, es muss nur vorher genug weh tun.

